2016 Bodensee - VFPF

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2016 Bodensee

Fortbildungsreisen
Exkursion 2016 ins Hegau und die Baar
 
Die diesjährige Exkursion des Vereins führt uns am ins südliche Baden-Württemberg. Dabei geht der Weg in den Süden entlang der A81. Wir starten am 13.10.2016, einem kalten Donnerstag Morgen in Stuttgart. Bereits kurz nach der Abfahrt kommt der erste Halt. Wir besichtigen das Werk von Mercedes-Benz in Sindelfingen. Treffpunkt wie bei allen Führungen im Werk ist das Kundencenter. Nach einem Überblick über den Standort und die Größe des Werks fahren wir mit unserem Bus durch das Tor 1. Erstes Ziel ist die Endmontage der S-Klasse. Hier sehen wir die Handarbeitsplätze der Montageteams und werden über die Arbeitsschritte auf den Fertigungslinien aufgeklärt. In der sehr hellen Halle mit dezenter Musik im Hintergrund werden auf einer Fertigungsstraße alle S-Klassenlimousinen kundenspezifisch montiert. Dabei fällt auf, dass der Anteil an Hybridfahrzeugen zunimmt. Den Rohbau haben wir in der Halle der E-Klassenfertigung besucht. Hier trifft man auf das volle Kontrastprogramm zur Endmontage. Die Fertigung hier ist voll automatisiert. Die Arbeitsplätze sind durch Roboter ersetzt und nur noch wenige Mitarbeiter kontrollieren die Anlagen.
Am Nachmittag treffen wir dann in Waldmössingen bei der schwäbischen Werkzeugmaschinen GmbH ein. Hier werden Drehbearbeitungszentren mit bis zu 4 Spindeln entwickelt und montiert. Denn auch hier ist ein ähnliches Konzept vorzufinden wie bei Mercedes-Benz. Entwicklung und Montage am Standort. Fertigung der Teile bei Zulieferern. Das hat auch hier Konsequenzen für die Arbeitsplätze. Unqualifizierte oder einfache Tätigkeiten sind wegrationalisiert. 
Das Fazit des ersten Tages lautet. Der Automatisierungsgrad nimmt zu und damit die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter. 
Der zweite Tag beginnt früh, denn wir besuchen das Aluminiumwerk von Constellium in Singen. Der Standort wurde durch den Hauptanteilseigner Rio Tinto an mehrere Firmen weiter verkauft, so dass im Werk inzwischen drei Firmen eng verwoben tätig sind. Waren die Fertigungshallen Gestern mit bloßem Auge nahezu steril, sind wir Heute bei der Schwerindustrie zu Gast. Besonders beeindruckend sind hier die Größen der Maschinen. Walzstraßen und Beschichtungsanlagen sind so lang wie die Halle in der sie stehen. Der Boden vibriert unter der  eingesetzten Energie beim Verformen und transportieren der Aluminiumblöcke. Nach fast 3 Stunden geht der Einblick in eine Welt aus Aluminium zu ende und wir reisen weiter. 
Der Weg führt uns nun nach Tuttlingen zu Aesculap. Das Medizintechnik-Unternehmen sitzt mir seinen vielen Gebäuden am Rand der Stadt und wächst von dort aus stetig weiter. Wir dürfen Heute in die neueste Halle schauen in der seit kurzem die Fertigung der Sterilcontainer untergebracht ist. Diese Container werden in einer neuen Anlage im Stile von Industrie 4.0 auf einer vernetzten Fertigungstrasse produziert. Auf der einen Seite läuft das Aluminiumblech vom Coil rein und am Ende spuckt das Förderband die fertigen Containerunterteile zum stapeln aus. Zusammen mit den Deckeln auf der zweiten Fertigungslinie werden die Container kundenspezifisch zum Versand am Ende der Halle zusammengestellt. Ein Stockwerk höher findet die Produktion und Montage der medizinischen Elektrowerkzeuge statt. 
Dabei ist auffällig, dass hier die Fertigungstiefe extrem hoch ich ist. Neue CNC-Bearbeitungszentren sind hier dabei aus Titan, Stahl und diversen Buntmetallen Einzelteile für die Werkzeuge der Chirurgen zu fertigen. Direkt nebenan werden diese dann montiert. Wie bei allen Werksbesichtigungen leider inzwischen üblich ist auch hier das fotografieren untersagt.
Wir lassen am Samstag die Exkursion ausklingen mit einer Fahrt von Konstanz nach Friedrichshafen auf dem Katamaran Fridolin. In Friedrichshafen führt uns der Weg vom Anleger direkt in das neben an gelegene Zeppilinmuseum. Hier werden wir von unseren Führern in die Zeit vor 100 Jahren zurück versetzt als diese schwebenden Zigarren als Giganten am Himmel das erste mal auf Fahrt gegangen sind. Beeindruckend ist die Größe der Hindenburg im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln. Ein Segment der Kabinen und Aufenthaltsräume ist zur Begehung für Museumsbesucher nachgebaut. Hier kann man sich einen weiteren Eindruck von den Dimensionen des Luftschiffs machen. Im großen Saal, der als Aufenthaltsraum diente, ist eine Weltkarte mit dem Streckennetz der Zeppeline abgebildet. 
In einem großen Schaukasten steht eine original Motorgondel eines Zeppelins. Wenn man vor dieser Gondel steht und sich nochmal das Modell der Hindenburg ins Gedächtnis ruft wird einem ein weiteres Mal deutlich welche Ausmaße die Zeppeline wirklich hatten. Nach über 90 Minuten im Museum und schon leicht mit platten Füßen treten wir mit unserem Bus wieder die Heimreise an. Zurück Richtung Singen und dann auf die A81, nur diesmal in nördlicher Richtung. Denn die Fahrt endet wo sie begonnen hat, in Stuttgart vor dem Hauptbahnhof.
 
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